Zentrale Markthalle 1 und 2 in Berlin Mitte

Projektübersicht: Circus Busch als Berliner Bauwerk der Geschichte

OBJEKT

Marx-Engels-Forum

ERBAUT / ABBRUCH

1973 – 1986 / unbestimmt

STANDORT

Berlin-Mitte,
ehemals historisches Stadtzentrum

MEDIEN

CGI-Bilder

Circus Busch in Berlin: Glanzbau des 19. Jahrhunderts an der Museumsinsel

Zwischen Beton, Bronze und Bratwurst – Der Park mit dem  Marx-Engels-Forum im Schatten des Fernsehturms

Wer sich heute vom Alexanderplatz Richtung Spree bewegt – vorbei an Souvenirständen mit Berliner Bären, veganen Currywürsten und einem dezent überforderten Menschenstrom – stolpert zwangsläufig in eine der seltsamsten Freiflächen der Hauptstadt: das Marx-Engels-Forum. Oder, wie manche Berliner:innen es nennen: die bedeutungsschwangere Leere.

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Ein Park wie ein Fragezeichen

Was ist das hier eigentlich? Ein Park? Ein Denkmalfeld? Ein versprengter Rest sozialistischer Stadtplanung? Ja. Und nein. Und irgendwie alles dazwischen. Hier sitzt Marx auf einem Sockel, Engels steht daneben, beide blicken gen Fernsehturm – vermutlich in Erwartung der proletarischen Weltrevolution, die trotz U-Bahnanschluss noch immer nicht eingetroffen ist.

Rundherum: viel freie Fläche. Rasen, der mal Wiese sein will, dann wieder Brachland. Einige vereinzelte Bäume wirken wie zu weit auseinander geratene Kommas in einem Satz, den keiner zu Ende geschrieben hat. Wer sich hier hinbegibt, tut das meist, weil man nicht weiß, wohin sonst.

Die große sozialistische Geste – und ihr Nachhall

Einst war das Marx-Engels-Forum ein Prestigeprojekt der DDR: Ein Denkmalort mit klarem ideologischem Auftrag. Die Bronzeplastiken wurden 1986 enthüllt, flankiert von Betonplatten mit historischen Szenen aus der Weltrevolution. Die DDR war stolz auf diesen Platz – bis sie 1989 den Platz räumen musste. Seither steht das Denkmal da wie ein unangemeldeter Gast auf der Einheitsfeier.

Der Park drum herum wurde nie so recht fertig, nie so recht schön, und irgendwie auch nie ganz gewollt. Nach der Wende wurde viel diskutiert: abreißen? versetzen? umdeuten? Am Ende geschah: nichts. Fast poetisch, wie konsequent Berlin manchmal inkonsequent bleibt.

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CGI-Rendering des James-Simon-Parks: Historischer Vorher-Nachher-Vergleich

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Less Rain Marx Engels Forum
Less Rain Marx Engels Forum

CGI-Galerie: Historische Ansichten des Circus Busch in Berlin

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Blick entlang der Kaiser Wilhem Straße (ohne Kirchhof-Gebäude)

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Blick entlang der Kaiser Wilhem Straße (mit Kirchhof-Gebäuden)

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Heutiger Blick entlang der Karl-Liebknecht Straße Straße

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Eingang der Markthalle I aus dem Blick durch die Königskollonaden

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Eingang der Markthalle I von der Gontardstraße (Rechts der Bahnhof Alexanderplatz)

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Eingang der Markthalle I von der Gontardstraße (Rechts der Bahnhof Alexanderplatz)

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Eingang der Markthalle I von der Gontardstraße aus

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Gleisanschluß der Markthalle I (Blick vom Bahnsteig des Bahnhofs Alexanderplatz)

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Gleisanschluß der Markthalle I

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Gleisanschluß der Markthalle I (Im Hintergrund die Galeria)

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Im Inneren der Zentralmarkthalle I

Fazit:

Das Marx-Engels-Forum ist ein Stück urbanes Absurdistan – nicht schön, nicht hässlich, nicht ganz fertig und doch irgendwie typisch Berlin. Ein Ort zwischen Zeiten, Ideen und Nutzungskonzepten. Mitten im Zentrum. Und doch merkwürdig leer.

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